Partizipation

Das immer stärker werdende Verkehrsaufkommen, die Ausweisung von Neubaugebieten und die Veränderung der dörflichen Struktur haben starke Auswirkungen auf die Spiel- und Erlebnisräume unserer Kinder. Auch im ländlichen Raum werden Bereiche, in denen Kinder ungestört spielen können, die sie sich frei und selbstbestimmt aneignen können, immer stärker eingeschränkt. Die Möglichkeit, sich ihre Umwelt aktiv anzueignen und selbstständig Erfahrungen zu sammeln ist ungeheuer wichtig für die Entwicklung im Kindesalter. Die immer stärker zunehmende Verhäuslichung und die Einschränkung wichtiger Spiel- und Erfahrungsräume sind hier ein großes Problem.

Die Beteiligung von Kindern, in sie betreffende kommunale Entscheidungen bietet uns Erwachsenen die Möglichkeit die Welt aus ihren Augen zu betrachten. Wir erkennen was Kindern wichtig ist und können ihre Wünsche in unsere Entscheidungen mit einzubeziehen.. Es ist uns möglich zu sehen wo und wie unsere Kinder gerne spielen, wo sie für sich Beschränkungen und Gefahren sehen und wie wir sie in ihrem Spiel und Erfahrungstrieb unterstützen können.

Gerade in Beteiligungsprojekten sind spielpädagogische Methoden und Ansätze, wie wir sie mit unserem Spielmobil verfolgen, von zentraler Bedeutung. Der Einsatz von Spielmobilen oder Spielaktionen nutzt das Spiel als genuine kulturelle Tätigkeit von Kindern und Jugendlichen. Somit wird den Kindern die Möglichkeit gegeben sich auch in komplexen Zusammenhängen zurechtzufinden und ihre Bedürfnisse zu artikulieren.

Die zehn Jahre Projekterfahrung in mittlerweile über 50 Gemeinden zeigt die Bedeutung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen für die Schaffung einer kinder- und familienfreundlichen Kommune. Die häufig im Laufe des Projekts beobachtbare Entstehung einer Kommunikationsstruktur zwischen den Generationen und zwischen Politik und beteiligten Bürgern bildet oft auch über den eigentlichen Projektzeitraum hinaus eine gesunde Basis für eine familien- und bürgerfreundliche Gemeindeentwicklung